Dienstag, 09.07.19

An diesem Morgen kocht uns Harry ein auch optisch sehr ansprechendes Frühstück mit den Standardzutaten Ei, Speck und Zwiebel, welches die Mannschaft mit Genuss und (ohne Skipper) selbstverständlich vollständig vertilgt. Thomas fragt zwar noch in die Runde, ob wir den noch ruhenden Skipper zum Frühstück wecken sollten, erhält aber überwiegend die Antwort, dass ein gut ausgeschlafener Skipper wichtiger sei als ein satter.

Nachdem der Skipper nach verdienter Ruhe nach durchwachter Nacht erscheint und für unsere Frühstücksentscheidung vollstes Verständnis zeigt, wird um 11:00 Uhr abgelegt und die von uns eher selten besuchte malerische Ortschaft Primosten, wo wir ja einen Ehrenbürger dabei haben, angesteuert. Die ca. 15 Seemeilen sind bald absolviert, und um 13:45 Uhr laufen wir im Hafen von Primosten ein, wo unser genialer Kapitän den Katamaran auf Anhieb anstandslos in eine relativ enge Parklücke zwängt.

Das Wetter hat sich indessen verschlechtert, der einst blaue Himmel ist mit dichten, grauen Wolken verhangen und laut Wetterbericht von Gusti sollte es um exakt 14:00 Uhr regnen. Doch der Wettergott hält nichts von Pünktlichkeit und so beschließt die Mannschaft, nach Erfrischung und Reinigung in den eher einfachen Sanitäranlagen von Primosten zwei Neigungsgruppen zu bilden.

Die klassische Neigungsgruppe, der zuerst (selbstverständlich) Thomas sowie Martin und euer Chronist angehören, will sich auf die Terrasse des Hotels „Zora“ begeben, um dort (wie immer) ein Gläschen Malvasier zu konsumieren und über das Meer zu schauen. Die andere Neigungsgruppe hat ambitioniertere Pläne und will mehrere einschlägige Weinlokale und Bars besuchen. Gusti bekommt indessen schwere Bedenken und beschließt, sich aus Sicherheitsgründen doch der Neigungsgruppe „Zora“ anzuschließen.

Auf der Hotelterrasse ist es gemütlich wie immer, und der seit Jahren stets selbe Kellner bringt fast ungefragt den autochthonen Wein. Inzwischen erhalten wir von der anderen Gruppe lustige WhatsApp-Bildchen aus diversen Lokalen, welche die beiden Buben in fröhlicher, fast ausgelassener Stimmung zeigen.

Natürlich kehrt die „Zora“-Gruppe deutlich früher zum Boot zurück und sieht die beiden Stimmungsweltmeister auf der Suche nach Abenteuern am Kai promenieren. Allerdings ist die gesamte Crew wieder beisammen, als es ans abendliche Essenfassen geht. Dazu wurde die Konoba „Toni & Ivana“ ausgewählt und dort  telefonisch reserviert.

Wir bekommen trotz der jetzt sehr bedrohlichen Wetterlage einen Tisch im Freien, nur teilweise durch einen großen Sonnenschirm geschützt. Tatsächlich zieht ein recht ordentliches Gewitter auf und es beginnt zu regnen. Bevor jedoch unserem Martin, der den undankbarsten Sitzplatz gewählt hat, das Regenwasser bei den (kurzen) Hosenbeinen herauszulaufen droht, erbarmt sich die (sehr fesche und freundliche) Wirtin und weist uns einen Platz im geschützten, überdachten Bereich des Lokals zu. Das Essen wird von allen Crewmitgliedern gelobt, und es geht unter leichtem Regen zurück zum Schiff.

Dort erfolgt wie immer an solchen Abenden eine weitreichende und verständige  Diskussion der Weltlage und menschlich-individueller Beispiele derselben. Nach mehreren Stunden rhetorischer Abarbeitung von internationalen Problemen und deren Lösungsansätze begibt sich die Mannschaft fast geschlossen zur Nachtruhe unter Deck. Unseren beiden Abenteurer von nachmittags sind aber der Meinung, dass das nicht alles gewesen sein kann, begeben sich von Bord und werden von der Dunkelheit verschluckt. Nicht gesicherten Informationen zufolge soll die Unternehmung kurz vor Sonnenaufgang im legendären nahegelegenen „Legends Pub“ geendet haben.

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